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3/10 Das richtige Material an der richtigen Stelle

February 14, 2018

Jedes Material am Bau hat seine Berechtigung, sofern es richtig eingesetzt wird. Grundsätzlich sind anorganische Materialen unempfindlicher in Bezug auf eine Schimmelbesiedelung, als organische Materialien. Im heutigen „Gesundheitszeitalter“ wird nicht nur viel über ökologisches Bauen gesprochen, sondern häufig biologisches Bauen im wahrsten Sinne des Wortes gelebt. Holzfaser-, Hanfplatten, etc. werden plötzlich unter dem Estrich eingebaut, mit der Folge von schwerwiegenden Schimmelschäden im Untergrund. Die vermeidlich ökologische Hanfdämmplatte stellte sich als Ersatz der verputzbaren und in der Produktion 2016 eingestellten Mineralwollplatte VSDP, als schimmelgefährdend heraus. Überall wo Materialien mit längeren Feuchtigkeitsbeschlägen konfrontiert sind, und eine rasche Ablüftung nicht ausreichend sichergestellt werden kann, sind organische Baustoffe problematisch und zu vermeiden. Ebenso stellt sich die Frage der späteren Raumnutzung und damit der erforderlichen Sorptions- und Speicherfähigkeit, bzw. der Fähigkeit die gespeicherte Feuchtigkeit rasch wieder abzugeben. Je besser diese Eigenschaften der Materialien mit der Nutzung abgestimmt werden, umso höher wird wiederum die Gebäudetoleranz in Bezug auf Kondensat und Oberflächenschimmel sein. Beste Voraussetzungen bieten Oberflächen mit den Eigenschaften: diffusionsoffen, thermisch träge und große Oberflächenstruktur.

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