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4/10 Die Zukunft des Heizsystems

April 2, 2018

Wurde die Bauphase schimmelfrei überstanden, folgt die lange Phase der Immobiliennutzung. Leitungsschäden von wassergeführten Rohrsystemen stellen dabei die größte Gefahrenquelle dar. Nicht selten erfolgt die Bauteiltrocknung nach langwierigen Gesprächen der Beteiligten erst 1-4 Wochen nach Schadenseintritt. Die Art, der Umfang und die Qualität der Trocknung, stellen sich immer wieder als ungeeignet bzw. als unzureichend heraus. Eine nachvollziehbare Dokumentation fehlt in den meisten Fällen. Kommt es zu mikrobiologischen Untergrunduntersuchungen zeigt die vermeidlich erfolgreiche Sanierung in Form einer Trocknung, oft erhebliche Schimmelbelastungen auf.

Betrachtet man den Nutzungsdauerkatalog, so wird klar, dass die Leitungen unter dem Fußboden, eine wesentlich geringere Lebensdauer aufweisen als der darüber befindliche Boden. Wasserschäden sind demnach ab dem ersten Tag des Einbaues vorprogrammiert. Um dem entgegen zu wirken, sollten wasserführende Systeme im Fußbodenaufbau weitgehend vermieden werden. Hierbei wäre es an der Zeit, die problembehaftete und physiologisch ungünstige Radiatorheizung endgültig aus dem Wohnbau zu verbannen. Durch die Konvektion werden über die Sommermonate gesammelter Staub, Bakterien, Keime und Schimmelsporen in der ganzen Wohnung verteilt. Radiatorheizungen haben übrigens im freien Umwälzfeld die niedrigsten Bauteiltemperaturen direkt unter dem Heizkörper, was häufig durch Schimmelbildung in diesem Bereich ersichtlich wird. Konvektionsheizungen gelten als Übertemperaturheizung, wodurch überhaupt erst Kondensat und Schimmel an den Außenwänden entstehen kann. Sie bringen keine Erwärmung an verbauten Außenwandbereichen, wodurch es zu einer massiven Verschiebung der Taupunkttemperatur kommt.

Die Zukunft liegt in diesem Fall klar in der Vergangenheit. Strahlungsheizungssysteme sind wieder im Vormarsch und drängen, wenn auch noch schleppend, die Radiatorheizung durch flächige Außenwandheizungen in den Hintergrund. Die guten Wärmedämmstandards machen z.B. elektrische Heizungen wieder attraktiv, die sich unauffällig in die Wohnung integrieren lassen. Heizanstriche, Wandheizungen, oder Sockelheizungen bringen neben der gewünschten und physiologisch angenehmen IR-Wärmeabgabe den Vorteil, dass es keine wasserführenden Leitungen gibt und aufgrund der Oberflächentemperierung eine freie Möblierung in jeder Hinsicht gegeben ist.

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